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Eugenik

Die Eugenik ist der bewusste wissenschaftliche Wille eine biologische Steuerung des menschlichen Erbgutes zu betreiben. Damit so eine Auslese an “lebenswertem Leben” getroffen werden kann, wurde aber zu Grundlage der Rassenlehre der Nationalsozialisten die eine reine nordische Rasse vor Augen hatte. Wobei keiner der betreibenden Herren auch nur in den Grundzügen diesen Vorzügen selber entsprach.

Eugenik

Der Begriff der Eugenik in der Wissenschaft tauchte in dem 20er Jahren des 18.Jahrhunderts auf.

Die Eugenik als Hybris contra naturam

Der Begriff der Eugenik in der Wissenschaft tauchte in dem 20er Jahren des 18.Jahrhunderts auf. Das verharmlosende griechische Wort der Steigerung des Wortes Eu, bezeichnet sogar das Bessere und das Wort Genos leichthin als Geschlecht übersetzt. Damit meint Genos ja im etymologischen Sinne so viel wie Stamm, Familie, Sippe: er stammt aus dem Geschlecht… Damit ist schon eine Abfolge von Generationen impliziert, in der Eugenik höherwertig aufgestellt werden sollen. Das impliziert sprachlich schon die Möglichkeit, dass höherwertiges Erbgut “heranzüchtbar” ist. Diese Hybris, den Eingriff in die Natur beschreibt der griechische Philosoph Platon (*428/427 v. Chr.) in seinen Dialogen “Kritias” und “Timaios” als falsches Fanal, das zum Untergang des mythischen Inselreiches führte. Der perfekte Mensch ist eine Fiktion, die es aber nicht geben kann.

Die Eugenik und ihre Folgen

Eugenik wird bis heute in vielen Ländern dieser Erde betrieben. Sie hat mit den fatalen Folgen in der sogenannten Rassehygiene des Dritten Reiches kein Ende mit Selektionen und Ermordung sogenannten “lebensunwerten Lebens”: wie Menschen mit Einschränkungen (Behinderte), sexuell anders Orientierten, ethnisch minderwertig eingestuften ethnischen Gruppen wie Juden, Sinti, Roma usw. Selektionen und Zwangsterilisationen sind heute noch gängige Praxis in Ländern mit Einheitsregimen. Das heißt, der Staat greift mit eugenischen Restriktionen in das Zusammenleben der Menschen ein. China erlaubt bis heute jedem Paar nur ein Kind. Wer darüber hinaus welche bekommt, wird zwangssterilisiert. Auch in liberalisierten, demokratischen Ländern ist Eugenik aufgrund der medizinischen Möglichkeiten bis zum Ende des dritten Schwangerschaftsmonats möglich. Wenn nach einer Fruchtwasseruntersuchung festgestellt wird, dass das werdende Leben ein Downsyndrom hat oder eine Missbildung wie eine Hasenscharte, dann greift die Möglichkeit, dieses werdende Leben töten zu können.

Die Sehnsucht nach einer perfekten Welt ist nicht neu

Nicht erst Charles Darwin mit seinem Ausleseverfahren im Sozialdarwinismus hat maßgeblich an einer Art Hackordnung klar gemacht, dass die Natur selbst für einen Ausleseprozess sorgt. Nein, auch mittelalterliche Philosophen, Staatsmänner und Christen haben an einem solchen Gedankengut mitgearbeitet, aber wenig wissend, welche Folgen ihre Wünsche nach einer perfekten Gesellschaft hatten. Da wären das Werk von Thomas Morus “Utopia” und das Werk eines Francis Bacon “Nova Atlantis”.