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Sozialdarwinismus

Charles Darwin war nicht nur der Begründer der heute noch modernen Evolutionstheorie, sondern auch des Sozialdarwinismus. Mit dem Begriff Darwinismus formulierte Charles Darwin die These, dass ein Individuum erhöhte Überlebenschancen hat, wenn es sich seiner Umwelt anpasst.

 

Sozialdarwinismus

Ein Zusammenspiel aus der Evolutionstheorie und des Darwinismus ergeben schließlich den Sozialdarwinismus.

Nur durch seine Anpassung hat ein Individuum die Chance zu überleben und sich fortzupflanzen. Hat sich nun ein Individuum angepasst, also bestimmte Merkmale einer Gruppe oder überlegenen Lebensform übernommen, kann diese durch Fortpflanzung an die nächste Generation weitergegeben werden.

Ein Zusammenspiel aus der Evolutionstheorie und des Darwinismus ergeben schließlich den Sozialdarwinismus. Sozialdarwinismus meint, dass der Entwicklungsprozess eines Individuums dadurch beschleunigt werden kann, dass schlechte oder schwache Gene und somit auch Individuen ausgeschaltet und eliminiert werden. Daraus ergibt sich, dass nur noch die als gut erachteten Gene an die nachfolgende Generation weitergegeben werden.

Charles Darwin stellte damit jedoch keine faschistische Theorie auf, wie oftmals im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus vermutet wird. Darwin spielte mit dieser Theorie viel mehr auf die Tierwelt und deren Entwicklungsprozess an. Beim Nationalsozialismus handelte es sich viel mehr und eine faschistische Interpretation einer Theorie, die keinesfalls eine Rassentrennung erzielen sollte.

Sozialdarwinismus im Nationalsozialismus

Der Sozialdarwinismus wurde auch zu Zeiten des Nationalsozialismus unter falschen Vorwänden als Eugenik oder auch ”Rassenhygiene” angewendet. Hierbei wurden vermeintlich gute Erbanlagen, also arische Menschen, gefördert und minderwertige Erbanlagen, also Menschen mit Migrationshintergrund, Juden oder Menschen mit einer Behinderung, vernichtet. Diese Form des Darwinismus wurde also mehr oder minder missbraucht um eine Rassenhygiene zu erklären und zu rechtfertigen. Die positive Rassenhygiene, die zu diesem Zeitpunkt betrieben wurde, gleicht heute auch mehr einer Zuchtmaßnahme, als einer Verbesserung der Volksgemeinschaft.

Wie lässt er sich bekämpfen?

Während der Zeit des zweiten Weltkrieges, in welcher der Sozialdarwinismus zur Rassenhygiene genutzt wurde, gab es für die Menschen kaum einen Weg ihn zu bekämpfen. Bereits zu dieser Zeit passten die Menschen sich an. Wer nicht den strengen Regeln und Gesetzen zur Umsetzung der Rassenhygiene folgte, lief Gefahr selbst eliminiert zu werden. In der heutigen Zeit wirken sowohl die Regierung, als auch einzelne Parteien, gezielt gegen einen solchen Sozialdarwinismus. Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderung oder einfach nur Menschen mit verschiedenen Religionen werden dabei in ein soziales Netzwerk integriert und von der Gesellschaft akzeptiert.

Ebenso beginnt der Kampf gegen diese Form des Darwinismus bereits im Kindesalter. Kinder besuchen integrative Kindergärten und Schulen, treffen dort auf Kinder mit anderen Glaubensrichtungen, Norm- und Wertvorstellungen oder Nationalitäten. Bereits die Jugend wird heute von ihren Eltern, der Politik, ihrem sozialen Umfeld und den Medien dazu erzogen, keinerlei Unterschiede zwischen Menschen zu machen und Stärken oder Schwächen eines anderen zu akzeptieren.